Erzdekanalkirche des heiligen Jakob
[Rubrika: Denkmäler]
Repräsentativer städtischer Dom, in welchem interessantes Inventar der Spätgotik, Rennaissance und des Barock aufrecht erhalten wurde.
Arciděkanství Kutná Hora, Havlíčkovo náměstí 1, 284 01 Kutná Hora Tel: + 420 327 512 115, Fax: + 420 327 512 115
 Zu Beginn des 14. Jh. wurden in Jihlava (Iglau), Kolín und Havlíčkův Brod beeindruckende Kirchen errichtet. Eine eigene Kirche zu haben, wurde immer notwendiger, denn in Kuttenberg gab es damals nur eine Holzkapelle, direkt neben einem Grubeneingang, die längst nicht mehr den Bedürfnissen entsprach. Das war der Anlaß zum Bau einer eigenen steinernen Kirche, die der Bedeutung der Stadt angemessen war.
 Der Bau wurde in hohem Maße von bedeutenden Patrizierfamilien und Angestellten der Bergbehörden finanziert. Der von der Prager Bauhütte durchgeführte Bau dauerte von 1330 bis 1420 und so wie anderswo auch, machte sich der Einfluß des Sedlecer Klosters geltend. Das anfängliche Projekt rechnete mit einer zweitürmigen Kirche, aber der zweite Turm wurde nie beendet. Das unterminierte Erdreich am Abhang, an dem die Kirche steht, bot nicht die nötige Stabilität. Der fertiggebaute Turm mißt 86 m und diesem Umstand verdankt die Kirche ihren Beinamen 'Hohe Kirche'. Seit den dreißiger Jahren des 15. Jh. bis zum Jahr 1620 verwalteten die Utraquisten diese Kirche und für einige Zeit war die Stadt auch deren Bischofssitz.
 In der Kirche blieb interessantes Mobiliar aus der Spätgotik, der Renaissance und dem Barock erhalten. Zu den bemerkenswertesten Kunstwerken rechnet man ein Tafelbild aus der Renaissance (1515) 'Das letzte Abendmahl' von Elfedar, ein Relief mit der Abbildung von Christus, den Zebedäusbrüdern und einer Vedute Kuttenbergs (1678) von Eichler, weiters ein Altarbild 'die Köpfung des hl. Jakob' von F. X. Palka (1752) und die 'Heilige Dreifaltigkeit' von Petr Brandl, signiert im Jahr 1734, ebenfalls ein Altarbild. Die Kirche ist nur während des Gottesdienstes zugänglich.
|